Die Frage lautete, warum der Mond manchmal am Tag zu sehen ist. Die Antwort lautete: „Keine Ahnung. Wollen wir nachschauen?"
Was danach passierte, war unspektakulär: zwanzig Minuten gemeinsames Suchen, eine halbwegs verstandene Erklärung, ein zufriedenes Kind.
Warum das mehr ist als Ehrlichkeit
Kinder testen Auskunftsquellen. Wer regelmäßig falsche oder ausweichende Antworten gibt, wird als Quelle abgewertet — nicht bewusst, aber verlässlich.
Ein „Ich weiß es nicht" kostet einmal Autorität und spart zehnmal Glaubwürdigkeit.
Die Grenze
Das gilt nicht grenzenlos. Bei Fragen, die Sicherheit betreffen, erwarten Kinder eine klare Ansage — und Unsicherheit verunsichert dann tatsächlich.
Der Unterschied liegt zwischen Wissensfragen und Orientierungsfragen. Bei der ersten Sorte darf man passen. Bei der zweiten nicht.






