Die Kamera lag elf Jahre in einem Karton in einem Fundbüro, das zweimal umgezogen ist. Aufgefallen ist sie erst bei einer Bestandsaufnahme.

Auf dem Gehäuse klebte ein Aufkleber mit einem Nachnamen und einer Vorwahl. Beides reichte, mit einiger Mühe, für eine Zuordnung.

Die Bilder

Zwei Speicherkarten, gut 1.400 Aufnahmen. Ein Urlaub, eine Wohnung, die längst gekündigt ist, zwei Menschen, die inzwischen getrennt sind, und ein Hund, der nicht mehr lebt.

Ich hatte vergessen, wie unsere Küche damals aussah. Nicht die Menschen — die Küche.

Das sei das Merkwürdige gewesen, sagt die Besitzerin. Die großen Dinge habe sie erinnert. Zurückgekommen seien die kleinen: eine Tapete, ein Wasserkocher, die Reihenfolge der Gewürze im Regal.

Was sie damit gemacht hat

Sie hat die Bilder kopiert und die Kamera behalten, obwohl sie sie nicht mehr benutzt. Verschickt hat sie nichts. Auf die Frage, ob sie die Fotos ihrem früheren Partner geben würde, sagt sie: „Wenn er fragt."

Gefragt hat bisher niemand.